Der 55. Int. Allgäuflug mit 24 Teams am Start

Text und Fotos: Heinz Mauch

Die Sieger des diesjährigen Internationalen Allgäufluges, ausgerichtet von der Fliegergruppe Leutkirch, sind in der Gruppe Unbegrenzt (Unlimited) Arnold und Doerthe Grubek vom Aero Club Rhein-Nahe, gefolgt von Marcus und Astrid Ciesielski aus Breitscheid auf Platz 2 derselben Gruppe, und dem Team Helmut Bäder/Gerd Spreng vom Flugsportverein Kirchheim/Teck auf Platz 3. Theo Kibler und seine Co-Pilotin Lisa Schupp von der Fliegergruppe Leutkirch erreichten Rang 6 der Gesamtwertung, aber Platz 1 in der Wertung der Fortgeschrittenen (Advanced).

„Mister Allgäuflug“, wie Eugen Scheuerle als Wettbewerbsleiter in der Szene genannt wird und beim Festabend in der Werfthalle am Flugplatz durch den Abend führte, bedankte sich nicht nur bei den großzügigen Sponsoren dieser Veranstaltung, er bedachte auch Petrus für sein Einsehen an diesem Tag.

Erstmalig wurde beim Allgäuflug ein Senioren-Team mit einem Pokal bedacht, den die Besatzung Schmülling/Overkamp aus Kirchheim entgegen nahm. Mit einem bemerkenswerten durchschnittlichen Altersunterschied durfte die jüngste Besatzung, Timo Wellenhöfer und Laura Fischer, denn auch einen Pokal mit nach Agathazell nehmen.

Den weitesten Anflug nahmen Vater und Sohn Obelöer aus dem 730 Kilometer entfernten Kropp bei Flensburg unter die Flügel. Sohn Rouven sorgte bei der Pokalentgegennahme für großen Erfolg mit seiner hierfür geografischen Zuordnung auf Plattdeutsch.

Der Schirmherr des Allgäufluges, Fürst Erich von Waldburg-Zeil, hatte lobende Worte für die sehr langjährige Organisation und Durchführung durch „seine“ Fliegergruppe. Einen Bogen zum fürstlichen Haus schlug denn auch Stefan Klett, der Präsident des Deutschen Aero Clubs (DAeC), in seiner Rede als er an Fürst Georg erinnerte, der seinerzeit selbst Pilot und Präsident des Dachverbandes war.

Klaus Michael Hallmayer, Geschäftsführer des Baden-Württembergischen Luftfahrtverbandes (BWLV), hob die enorme Aktivität der Fliegergruppe für den Luftsport hervor und hatte gleichzeitig auch die attraktive Landschaft über der der Allgäuflug nun schon zum 55. Mal durchgeführt wird, im Blick. Eine besondere Ehre wurde Scheuerle zuteil: Aus der Hand von Hallmayer konnte er für seine besonderen Verdienste um den Luftsport die silberne Ehrennadel des BWLV entgegen nehmen.

Bereits am Freitag traf etwa die Hälfte der gemeldeten 31 Flugzeuge auf dem Verkehrslandeplatz Leutkirch-Unterzeil ein, um an den angebotenen Trainingsflügen teilzunehmen. Gestartet sind dann am Samstag 24 Teams, um 12 Uhr hob die erste Maschine ab, um in etwa eineinhalb Stunden einen vorgegebenen Kurs abzufliegen, bei dem Wendepunkte zu errechnen und Objekte anhand von Fotobögen zu identifizieren waren. Beginn der Wettbewerbsstrecke war Haselburg, die weiteren Punkte führten an Lindenberg vorbei, zum Forggensee, Schongau und wieder nach Westen. Kempten wurde umrundet, der Endpunkt war als Kirche von Hinznang eingezeichnet. Zum Schluss war noch einmal höchste Konzentration angesagt: Bei der Ziellandung in einem zwei Meter langen Landefeld gab es beim Aufsetzen außerhalb dieser Markierung Fehlerpunkte. Das beste Ergebnis hatte hier das Team Michael Könitz und Moritz Gritsch aus Vorarlberg. Mannschaftsieger sind das Team Ciesielski und Esther Rimensberger aus der Schweiz.

Bei zunehmend gutem Flugwetter sind 24 Flugzeuge am Start zum Allgäuflug.
Die jüngste Besatzung des Allgäufluges, Timo Wellenhöfer und Laura Fischer aus
Agathazell, bereitet sich akribisch auf den Flug vor.
Die Teams Grubek (vorne) und Deppe/Moses starten sekundengenau mit ihren
Cessnas zum rund 230 Kilometer langen Wettbewerb.
Die Gewinner der Gesamtwertung zwischen Schirmherr und Wettbewerbsleiter (von
links): Fürst Erich von Waldburg-Zeil, Helmut Bäder (Platz 3), Marcus und Astrid
Ciesielski (Platz 2), Doerthe und Arnold Grubek (Platz 1) und Eugen Scheuerle. Nicht
auf dem Foto ist Gerd Spreng, Co-Pilot von Helmut Bäder.